Dr. Dirk Rathje
information designer
(words, visuals, codes)
www.dirk-rathje.de
Herrengraben 23
20459 Hamburg
post@dirk-rathje.de
+49 (0)163 37 28 453
GESCHWÄTZIGKEIT
WISSENSCHAFTLICHES
TEXTMARKER
Dieser Text beschreibt, wer ich bin, was ich mache, was ich kann. Damit handelt es sich um eine jener Selbstdarstellungen, deren Details die Macht innewohnt, selbst wohlgesonnne Leser in die Flucht zu schlagen. Dem wird entgegnet: Der Text zeigt zudem, was ich unter einem adaptierbaren Informationsangebot verstehe. Bestimmen Sie dabei mit den Schaltflächen rechts selbst, wie geschwätzig und wissenschaftlich diese Vorstellung werden soll! Es werden dann Textstellen ein- oder ausgeblendet. Also sagen Sie später nicht, man hätte Sie nicht gewarnt!
Ich wohne in Hamburg, arbeite als freier Wissenschaftsjournalist und PR-Berater, erstelle Lernsoftware, webbasierte Informationsangebote sowie Print-Produkte. 2009 habe ich ein kommunikationswissenschaftliches Promotionsprojekt abgeschlossen. Darin bestimme ich Begriffe rund um die Phänomene Information und Kommunikation mit Hilfe des erkenntnistheoretischen Begriffs der Beobachtung und des Begriffs der kausalen Beziehung.
Geboren wurde ich am 6. Mai 1974 im nordrhein-westfälischen Dülken. An jenem Montag, als Willy Brandt seinen Rücktritt erklärte. Es folgten katholische Jahre: Ich besuchte einen katholischen Kindergarten, eine katholische Grundschule und machte mein (unkatholisches) Abitur an der katholischen Liebfrauenschule Mülhausen. Was am Ende daraus wurde? Ein christlich sozialisierter Atheist.
Schon zu Beginn der Oberstufe entschied ich mich für ein Physikstudium. Ich hoffte, dass die Physik meinen Drang befriedigt, für alle Dinge eine Schublade zu finden. Doch auch die Informatik hatte es mir angetan. Vielleicht weil ich die Welt nicht nur in ihre Einzelteile sezieren wollte, sondern auch neue kleine Welten erschaffen mochte, ohne mit allzu ölverschmierten Händen zu enden. Also begann ich nach dem Zivildienst ein Physikstudium an der RWTH Aachen und belegte Informatikvorlesungen dazu.
Meinem Vordiplom in Physik folgte ein Auslandsjahr an der Universität von Edinburgh. Hier lernte ich die schottischen Highlands und den vegetarischen Haggis kennen, verpasste es aber tatsächlich, Golf zu spielen. In Schottland kam ich der algebraischen Formulierung der Quantentheorie näher und hatte auch einen meiner erinnerungswürdigsten Glücksmomente, als ich die Symmetrieprinzipien der modernen Teilchenphysik verstand. Zugegeben: Es gab auch einige andere erinneringswürdige Glücksmomente, aber wenige sind so gut öffentlich preisgebbar.
Ein Sommerpraktikum am Teilchenphysikzentrum CERN in der Nähe von Genf zeigte mir die Möglichkeiten eines Forscherlebens in der Physik. Hier half ich, neuronale Netze den Vbu-Eintrag der Cabibbo-Kobayashi-Maskawa-Matrix bestimmen zu lassen (Physics Letters B 436 174-186). Mein neuronales Netz war verblüfft über das Gefühl, nicht zu verstehen, was es da tut, aber doch von seinem Betreuer gelobt zu werden.
Ich entschied mich, zusätzlich Journalistik an der Universität Hamburg zu belegen. Denn ich wollte die Dinge, die ich mache, auch meiner Großmutter erklären können. Doch dazu kam es bisher nicht. Im Jahr 2000 schloss ich Physik- und Journalistikstudium ab.
Nach meinem Diplom in Physik (meine Diplomarbeit schrieb ich am II. Lehrstuhl für Theoretische Physik der Universität Hamburg über bererechenbare Funktionen bei enzymatischer Programmierung sowie Kognition als System-Homomorphismen) pausierte ich akademisch für ein Jahr. Danach begann es, erneut zu kribbeln. 2001 startete ich ein kommunikationswissenschaftliches Dissertationsprojekt am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft. Es begann als Versuch, Wissenschafts-PR systemorientiert zu bestimmen. Doch die Schubläden für sozialwissenschaftliche Begriffe zeigten sich besonders groß – ganze Wandschränke sind dort im Gebrauch. Also musste ich mehrere Gänge zurückschalten. Das neue Thema: Begriffsbestimmungen im Umfeld von Information und Kommunikation. Dabei gehe ich von den wissenschaftstheoretischen Maximen der Annahmenminimierung und Anwendbarkeitsmaximierung aus, führe im Rahmen eines realistischen Konstruktivismus erkenntnistheoretische Axiome ein, zeige mit dem minimalen Systemformalismus einen formalen Rahmen zur Beschreibung unserer Beobachtungen und beschreibe darin Information als das Ausmachen von kausalen Beziehungen zwischen einer Beobachtung 0. und 1. Ordnung sowie Kommunmikation als das Ausmachen von kausalen Beziehungen zwischen Beobachtungen 1. Ordnung.
In Hamburg begann ich auch, webbasierte Informationsangebote zu erstellen. Dabei interessierte mich vor allem die Verknüpfung von Wissenschaftsjournalismus, Wissenschafts-PR und Didaktik. Mit „KworkQuark – Teilchenphysik für alle!“ entwickelte ich ein Lernangebot zur modernen Physik, das so angepasst werden kann, dass es kleinen und großen Wissensdurst stillen kann, das etwa Formeln anzeigt, wenn sie verlangt werden, aber versteckt, wenn sie eher abschrecken würden. Auf Grundlage dieser Idee und der Vorstellung, dass webbasiertes Lernen sowohl bildschirmbasiert als auch buchbasiert erfolgen können soll, schuf ich die Software „Liquid Content Server“. Dabei handelt es sich um eine Java-basierte Webanwendung, mit der sich adaptierbare Lernangebote erstellen lassen.
Ende 2008 gründete ich mit einem Partner die Ideenagentur cerebrofactum, die erste Unternehmergesellschaft Deutschlands, deren geschäftsführender Gesellschafter ich bin. Zudem arbeite ich als freier Wissenschaftsjounalist und erstelle Webangebote und Print-Produkte für Forschungseinrichtungen und Unternehmen.
Dr. Dirk Rathje
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www.dirk-rathje.de
Herrengraben 23
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| Name | Typ |
|---|---|
| Logo für cerebrofactum | Logo |
| Der Brunch | Text |
| Beobachtung, Information und Kommunikation | Dissertation |
| Logo für den European XFEL | Logo |
| How to prepare students for a responsible use of science and technology | Broschüre |
| Redaktionelle Betreuung der KFS-Studie 2009 | Broschüre |
| Liquid Content Server | Software |
| Niemals fertig sein | Text |
| Subprim | Text |
| Lesezeichen für Welt der Physik | Graphik |
| www.cerebrofactum.de | Website |
| www.golin.net | Website |
| KworkQuark – Teilchenphysik für alle! | Website |
| www.xfel.eu | Website |
Ist es ein Gehirn? Ist es eine Gedankenblase? Die Hamburger cerebrofactum ideenagentur, deren geschäftsführender Gesellschafter ich bin, entwickelt und vertreibt Konzepte – schwerpunktmäßig für die Medienbranche. Als Farben kommt die gesamte RGB-Palette zum Tragen. Denn Ideen haben keine eindeutige Farbe, Ideen sind bunt.
Der Angelsachse hat leicht reden
Und als Wortbauwunderarchitekt
Schon manchen Sprachstreich ausgeheckt.
Besonders stolz darf er sich zeigen
Auf jenes Wort, dem Englisch eigen,
Dem dieses Werk hier ist geweiht.
Herr Duden selbst schreibt voll Entzücken:
Brunch heißt sich um das Frühstück drücken.
Als Ausrede dient es unterdessen
Fürs lange Schlafen und viele Essen.
Mister Webster griff hier voll Geschick
Zum sprachlichen Verwandlungstrick.
Nahm´s breakfast und ´ne Prise lunch,
Und schuf sich damit selbst sein brunch,
Mit Säge, Kraft und Tesafilm.
Ein Freund von Luther – King des Deutschen
Voll Neid den Blick nach Westen lenkt.
Was Porridgekopf kann – kann er schon längs
Er ohne Überlegen denkt.
Doch Obacht ist nun hier geboten,
Verzweiflung macht sich sprachlich breit.
Die Symphonie aus deutschen Noten
Das Anstandslager schnell entzweit.
Zum Schluss ich sie erwähnen muss,
Die Schand aus eig´ner Reih´:
Im Deutschen nimmt man's Frühstück,
Verschmilzt es nun ganz frei
Voll Ungeschick mit Mittagessen,
Und endet dabei auf mit Fressen.
Google findet zehnmal so viele Webseiten, die das Wort „information“ enthalten, wie solche mit „sex“. Auch der Begriff der Kommunikation ist in aller Munde: Als Menschen können wir einfach nicht nicht kommunizieren. Doch überzeugende wissenschaftliche Bestimmungen der beiden Konzepte „Information“ und „Kommunikation“ sucht man vergebens.
Meine Doktorarbeit stellt beide Begriffe auf ein gemeinsames Fundament. Doch Vorsicht: Wenn man die Beobachtung zum grundlegenden Begriff erklärt (und nicht das Sein) kann einem zunächst ein wenig schwindelig werden. Danach ist aber alles ganz einfach …
Mit dem European XFEL entsteht an der Grenze zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein eine 3,4 Kilometer lange Forschungsanlage, dessen Aufbau die obere Zeile des Logos symbolisiert. Zunächst werden Elektronen in einem Linearbeschleuniger auf hohe Energien gebracht, danach in einem Tunnelfächer zur Aussendungen von extrem intensiven Röntgenblitzen veranlasst, um anschließend in einer Experimentierhalle für Forschungszwecke genutzt zu werden (orangefarbenes Quadrat).
Im Oktober 2008 beherbergte die Universität Hamburg den internationalen Workshop „Teaching ethics and peace to science and engineering students“. Die Ergebnisse dieses Treffens sollten in einer englischsprachigen Broschüre interessierten Hochschullehrern, Lehrplanverantwortlichen an Universitäten und Politikern vorgestellt werden. Aufgabe war die Konzeption einer englischsprachigen Broschüre, das Verfassen und die redaktionelle Bearbeitung von Texten sowie Gestaltung und Druckbetreuung.
Das Komitee für Forschung mit Synchrotronstrahlung (KFS) ist ein Gremium mit beratender Funktion für das Bundesministerium für Bildung und Forschung. In mehrjährigen Abständen geben seine Mitglieder, aktive Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Forschung mit Synchrotronstrahlung und bietet einen Überblick über die Möglichkeiten dieser Forschung.
Aufgabe war es, die Beiträge für die 60-seitge Broschüre redaktionell zu überarbeiten und in Länge, im Stil sowie im Schwierigkeitsniveau anzugleichen. Die Gestaltung wurde von einem anderen Graphiker übernommen.
Mit der Software Liquid Content Server lassen sich didaktisch hochwertige Inhalte schaffen und für das selbstgesteuerte, gemeinschaftliche und tutoriell betreute Lernen nutzen.
Dabei kann auf vielfältige Weise bestimmt werden, wie sich Inhalte präsentieren sollen - dies umfasst Themenfülle, Wissenstiefe, Ausgabeform und Nutzerschnittstelle. Die Inhalte lassen sich an das Vorwissen sowie die Lernziele der Nutzer anpassen. Auf diese Weise können bisher unvereinbar scheinende Lernzielgruppen mit derselben Inhaltsbasis erreicht werden. Lernende werden so weniger schnell über- oder unterfordert. Zudem erhöht es die Reichweite und Wiederverwertbarkeit von Inhalten. Zudem können Lerninhalte auf Papier problemlos mit zu Präsenzseminaren genommen werden. Gedruckte Inhalte können in der S-Bahn, auf dem Weg zur Prüfung oder auch noch abends im Bett durchgearbeitet werden. Zudem lassen sich Inhalte auf Papier auch in zehn Jahren noch nutzen, wenn das aktuelle Betriebssystem wahrscheinlich nur noch in Technikmuseen zu finden sein wird.
Die serverbasierte Software kommt mit vorgefertigten Lernobjekttypen, die bei Bedarf erweitert werden können.
es ist angerichtet:
das universum wäre dann soweit
fertig
das fundament gelegt.
ein wenig leben gepflanzt.
da legt man sich gern selbstzufrieden zurück.
warum nicht auch das weltall?
man kühlt ein wenig ab.
distanziert sich von der hitze der jugend.
und plätschert so in den kältetod.
schade.
denn eigentlich begann doch alles so vielversprechend:
und zwar vor gut 15 milliarden jahren.
im urknall wurde das universum ausgespuckt.
damals ging alles unsagbar schnell,
damals war alles unsagbar heiß.
unsagbar – also schweigen wir hier.
gut 15 milliarden jahre später dann
durchzog das all ein weiterer knall
dein urknall, anna lena.
wohl nicht ganz so schnell,
doch hoffentlich ganz ähnlich heiß.
sagbar,
aber auch hier schweigen wir.
mit dem beginn kam dann die form:
es wurden teilchen – es bildeten sich zellen.
es wurde licht – es formten sich deine augen.
es wurden atome – es entstand dein rückgrat.
es wurden sterne – du begannst zu lächeln.
es wurden planeten – dein erster traum.
doch nun betritt der graus den raum:
es entsteht im all nichts neues mehr
ausgepowert, in energetischer not
frostige aussicht, kältetod.
den autoren fehlt die rechte lust.
im drehbuch nur noch öder frust.
in der seifenoper "universum"
fällt der vorhang –
so völlig ohne cliff-hanger.
keine sorge!
der vorhang fällt erst in vielen billionen jahren.
langsam. nicht qualvoll.
aber stillos.
das universum wird sterben.
weil es meint, fertig zu sein.
weil es nicht mehr noch fertiger sein will.
weil es nicht mehr nach neuem strebt.
und wir? wir, die leben? wir, die unfertigen?
leben ist sich ständig etwas neues geben.
es folgt ein bio-intermezo:
in jeder winzigen zelle
wird gerackert um die wette.
sie dient damit als quelle
für proteine, knochen, fette.
und schafft sich somit selbst.
das leben baut sich allein von innen.
(als wissenschaftliche these
dient hier die autopoiese.)
leben ist, was sich selbst erhält
stillstand ist der tod.
anna lena,
es soll in dir brodeln,
deine triebkraft soll nie die kälte sein,
die selbstgefälligkeit,
das rasten und rosten.
deine träume sollen dich
zum unmöglichen veranlassen.
es gibt kein gut, es geht nur besser.
das ziel ist klar
und bleibt zum glück unerreicht.
und wir sind bei dir, anna lena.
wir wollen dir helfen,
dich fertiger zu machen.
auch wenn du hoffentlich niemals meinst,
fertig zu sein.
Walter M. sammelte Primzahlen. Primzahlen ganz unterschiedlicher Größe und Gestalt.
Da gab es kleine Exemplare wie jenes Photo der Zahl 2, das eine Geburtstagtorte für seinen Neffen zeigte. (Walter erinnerte sich noch genau, wie er damals von den anderen Gästen eher müde belächelt wurde, als er ihnen mitteilte, dass es ja eigentlich der dritte Geburtstag sei, wenn man den nullten mitzählt.) Walter M. besaß eine Triptychon aus dem 17. Jahrhundert. Natürlich durfte Brubecks Jazznummer „Take Five“ in seiner Sammlung nicht fehlen. Und er hatte alle Folgen von Rudi Carrells Samstagabendshow „Die verflixte 7“ auf Band.
Stolz zeigte sich Walter auch auf den Sack mit den 999.863 Körnern Reis, für dessen Zusammenstellung er 1993 seinen Jahresurlaub opferte. Oder auf das Goldstück, das er sich 1997 hatte anfertigen lassen und das aus 289-1 Goldatomen bestehen sollte.
Als seine Sammlung auf 2357 Exemplare angestiegen war, lud er alle seine Freunde und Bekannten ein. Das sollte ein großes Fest werden. Doch es kam noch nicht einmal Philipp, ein Nachbar, den er ab und an im Treppenhaus grüßte. So blieb Walter ganz alleine und hätte am liebsten heulen wollen. Denn die Eins ist nicht prim.
Als Werbemittel für das Physik-Portal "Welt der Physik" (www.weltderphysik.de), für das ich auch als Redakteur arbeite, sollte ein Lesezeichen in Gestalt einer Physik-Formelsammlung erstellt werden.
Die Website der Hamburger Ideenagentur cerebrofactum, deren geschäftsführender Gesellschafter ich bin, sollte als Visitenkarte im Web alle wichtigen Informationen zum Unternehmen auf einem Blick anbieten. Dabei galt es das Farbkonzept der Agentur umzusetzen, das das Spektrum aller Farben vorsieht. Je nach Mausposition erscheint die Webseite in einer anderen Farbe.
Website für Golin Wissenschaftsmanagenemt.
Allgemeinverständliche Einführung in die Welt der Teilchenphysik. Die Nutzer können dabei anhand des Wissensdurstes selbst entscheiden, wie tief sie in die Materie eintauchen wollen, ob sie nur einen groben Überblick erlangen möchten oder auch vor Formeln nicht zurückschrecken. Das gesamte Webangebot gibt es auch als PDF-Dokument zum Herunterladen.
Für die Website wurde ich von der Jury des Holtzbrinck-Preises für Wissenschaftsjournalismus mit einer lobenden Erwähnung ausgezeichnet.
Zweisprachige Website der zukünftigen European XFEL Gmbh, dem Betreiber des European XFEL, einer 3,3 Kilometer Röntgenlaseranlage an der Grenze von Hamburg.
Bei der Gestaltung galt es, mehrere Zielgruppen zugleich im Blick zu halten und eine Website zu schaffen, die redaktionell einfach gepflegt werden kann. Konzept, Programmierung, Gestaltung und der Großteil der Hintergrundtexte stammen von mir.